Geschäftsbericht 2016DEENCN
DE
EN CN

Glossar

Fachspezifische Begriffe


 

3D-Druck

Beim 3D-Druck werden dreidimensionale Elemente auf Basis eines digitalen Bauplans hergestellt. Dabei wird Material schichtweise auf eine Grundfläche aufgetragen, bis ein räumliches Gebilde entsteht. Evonik ist einer der weltweit führenden Hersteller von Hochleistungsmaterialien für den 3D-Druck und bietet gleich mehrere Polymere und Additive für verschiedene 3D-Druck-Verfahren an.

Alkoholate

Evonik produziert Katalysatoren, die eine effiziente Biodieselherstellung mit hoher Ausbeute ermöglichen: sogenannte Alkoholate. Durch die Katalysatoren von Evonik kann Biodiesel aus nachhaltigen Rohstoffquellen in einem wasserfreien Prozess hergestellt werden, was die Entstehung unerwünschter Nebenprodukte vermeidet und folglich die Biodieselaufbereitung wesentlich erleichtert.

Aminosäure

Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweißen (auch Proteine genannt). Aminosäuren werden unter anderem in der Tierernährung eingesetzt, um den Aminosäuregehalt des Futters optimal an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen. Der Effekt: Die Futterverwertung wird besser, die Tiere benötigen weniger Futter und scheiden deswegen weniger Stickstoff sowie ungenutzte Nährstoffe aus. Die Folgen sind eine bessere CO2-Bilanz und eine Verringerung der Überdüngung der Böden. Evonik produziert und vermarktet weltweit die fünf wichtigsten essenziellen Aminosäuren für die Tierernährung, also DL-Methionin (MetAMINO®), L-Lysin (Biolys®), L-Threonin (ThreAMINO®), L-Tryptophan (TrypAMINO®) und L-Valin (ValAMINO®). Darüber hinaus produziert Evonik Aminosäuren und Aminosäurederivate in Pharmaqualität, die in Infusionslösungen zur intravenösen Ernährung, als Einsatzstoffe zur Kultivierung von tierischen Zellkulturen oder als Ausgangsstoffe zur Herstellung von Arzneiwirkstoffen verwendet werden.

C4-Chemie

Der C4-Schnitt fällt in der Petrochemie im Besonderen im Steamcracker als Nebenprodukt bei der Spaltung von Naphtha (Rohbenzin) zu Ethylen und Propylen an. Die abgetrennten C4-Kohlenwasserstoffe werden von Evonik weiterverarbeitet und vermarktet – beispielsweise Butadien in der Reifen- und 1-Buten in der Kunststoffindustrie. Isobuten wird zum Antiklopfmittel Methyl-tert.-Butylether (MTBE) für die Kraftstoffindustrie umgesetzt. In weiteren Veredelungsstufen werden höherkettige Alkohole und Weichmacher für Weich-PVC hergestellt. Die integrierte C4-Technologieplattform zeichnet sich durch eine hervorragende Produktausbeute aus, sodass sämtliche im C4-Schnitt vorhandenen Kohlenwasserstoffe kosteneffizient verwertet werden. Carbon Disclosure Project (CDP) Als Non-Profit-Organisation ist CDP die zurzeit weltweit größte und wichtigste Initiative der Finanzwirtschaft im Rahmen des Klimawandels. Aktuell wird sie von mehr als 800 institutionellen Investoren mit einem Anlagevermögen von insgesamt über 100 Billionen US-$ unterstützt. Auf freiwilliger Basis berichten Unternehmen einmal jährlich ihre Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken sowie Reduktionszielen und -strategien an CDP. Aus diesen Daten können Investoren das Klima-Risikoprofil der betrachteten Unternehmen ableiten und in ihre Investitionsentscheidung einfließen lassen.

Carbon Disclosure Project (CDP)

Als Non-Profit-Organisation ist CDP die zurzeit weltweit größte und wichtigste Initiative der Finanzwirtschaft im Rahmen des Klimawandels. Aktuell wird sie von mehr als 800 institutionellen Investoren mit einem Anlagevermögen von insgesamt über 100 Billionen US-$ unterstützt. Auf freiwilliger Basis berichten Unternehmen einmal jährlich ihre Daten und Informationen zu CO2-Emissionen, Klimarisiken sowie Reduktionszielen und -strategien an CDP. Aus diesen Daten können Investoren das Klima-Risikoprofil der betrachteten Unternehmen ableiten und in ihre Investitionsentscheidung einfließen lassen.

Composites

Composites oder Verbundwerkstoffe bestehen aus mindestens zwei verschiedenen Materialien, zum Bespiel einem Matrixmaterial und Fasern zur Verstärkung. Die geschickte Kombination der verschiedenen Materialeigenschaften erlaubt es, besonders leichte und dennoch mechanisch extrem belastbare Bauteile zu produzieren.

Diversity

Unter Diversity versteht Evonik eine ausgewogene Mitarbeiterstruktur nicht nur hinsichtlich Geschlecht, sondern auch in Bezug auf verschiedene Fachrichtungen, unterschiedliche Erfahrungen in Organisationseinheiten und Funktionsbereichen, eine große Altersspanne sowie verschiedene Nationalitäten – also Vielfalt in ihrer gesamten Breite.

Ereignishäufigkeit in der Anlagensicherheit

Kennzahl, die – ähnlich der Unfallhäufigkeit bei der Arbeitssicherheit – die Ereignisse mit Stofffreisetzungen, Bränden oder Explosionen auch schon mit nur geringen oder keinen Schäden erfasst (Process Safety Performance Indicator gemäß European Chemical Industry Council, Cefic). Sie errechnet sich aus der Anzahl der Ereignisse pro 1 Million Arbeitsstunden der Mitarbeiter.

Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol)

Das Greenhouse Gas Protocol ist der international am weitesten verbreitete, freiwillige Standard für die Erhebung und Berechnung betrieblicher Treibhausgasemissionen. Der Standard wurde vom World Business Council for Sustainable Development und World Resources Institute entwickelt.

Hochleistungskunststoffe

Evonik ist ein Spezialist für Hochleistungskunststoffe. Sie sind besonders stark belastbar und daher in zahlreichen Einsatzgebieten eine willkommene Alternative zu Metallen – sei es im Leichtbau, in der Implantatmedizin oder bei Industrieanwendungen. Je nach Einsatzgebiet müssen die Materialien hohen Temperaturen, aggressiven Chemikalien und starken mechanischen Belastungen standhalten.

Integrierte Technologieplattformen

Integrierte Technologieplattformen ermöglichen eine exzellente Nutzung von Stoffströmen und damit eine hohe Wertschöpfung, indem Nebenprodukte aus einem Herstellungsprozess effizient als Rohstoff für eine andere Produktion eingesetzt werden. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont, CO2-Emissionen verringert und Möglichkeiten der Kosteneffizienz genutzt. Beispiele für integrierte Technologieplattformen im Evonik-Konzern sind Isophoron und Silizium.

Isophoron/Isophorondiamin/Isophorondiisocyanat

Isophoron wird als Lösemittel unter anderem in der Lackund Farbenindustrie eingesetzt. Innerhalb des Isophoronverbundes dient es auch zur Herstellung der Folgeprodukte Isophorondiamin und Isophorondiisocyanat. Isophorondiamin wird maßgeblich als Härterkomponente für Epoxidharzsysteme verwendet, die unter anderem für eine hohe Festigkeit von Rotorblättern sorgen. Isophorondiisocyanat ermöglicht licht- und wetterstabile Polyurethane beispielsweise für Beschichtungen auf dem Armaturenbrett oder anderen Kunststoffteilen.

Kieselsäure

Evonik stellt sowohl gefällte, auf nassem Wege hergestellte als auch pyrogene, über Flammensynthese produzierte Kieselsäure her. Weitere Begriffe für Kieselsäure sind Siliziumdioxid oder Silica. Die Anwendungsbereiche der ultrafeinen Partikel sind breit gefächert – ob für den Life- Science-Bereich, wie Pharma- oder Kosmetikindustrie, die Bauindustrie, in der Kleb- und Dichtstoffherstellung oder auch für die Farben- und Lackindustrie, für Möbelhersteller bis hin zu elektronischen Anwendungen wie dem Polieren von Computerchips oder der Herstellung von Tonerprodukten für den Digitaldruck. Sie sind auch der entscheidende Rohstoff für den energiesparenden Leichtlaufreifen („Grüner Reifen“).

Monomere

Monomere sind niedermolekulare, reaktive Moleküle, aus denen Polymere aufgebaut werden können.

Öladditive

Als ein weltweit führender Anbieter entwickelt Evonik Öladditivtechnologien, die den Wirkungsgrad von Motoren, Getrieben und Hydrauliken verbessern. Ein wichtiger Hebel dazu ist die gezielte Verbesserung der Fließeigenschaften von Schmierstoffen in einem großen Temperaturbereich. Evonik vermarktet die Technologien je nach Einsatzgebiet unter den Namen DRIVON™, NUFLUX™ und DYNAVIS®.

PEEK

Polyetheretherketone (PEEK) sind teilkristalline, hochtemperaturstabile Hochleistungskunststoffe. Aufgrund der außergewöhnlichen mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften wird dieser Werkstoff vor allem zu Funktionsteilen und Baugruppen für den Automobilbau, den Flugzeugbau, die Elektronik sowie Medizinprodukte verarbeitet.

PMMA

Abkürzung für Polymethylmethacrylat. Dabei handelt es sich um einen farblosen, vielfältig einfärbbaren Kunststoff (Acrylglas). Eigenschaften: hohe Lichtdurchlässigkeit, gute Formbarkeit sowie außerordentlich gute Witterungsbeständigkeit. Anwendungsbereiche: Automobil- und Luftfahrtindustrie, Architektur, Licht- und Designanwendungen sowie Elektronik und Kommunikation. Bekannteste Marke: PLEXIGLAS®. Lieferformen: thermoplastische Formmasse, gegossene oder extrudierte Halbzeuge (Platten, Folien, Rohre, Stäbe).

Polyimide

Auf Basis der Polyimide werden unter anderem Filtermedien für Rauchgasabtrennung bei Kohlekraftwerken und Müllverbrennungsanlagen oder hochselektive Membranen zur effizienten Gasseparation hergestellt.

Polymere

Langkettige, kurzkettige oder vernetzte Moleküle (Makromoleküle), die zum Beispiel durch Verknüpfung kleiner Moleküle (Monomere) entstehen.

Probiotika

Probiotika sind lebende Bakterien, die natürlicherweise im Darm vorkommen. Sie leisten Menschen und Tieren wertvolle Dienste: Die Bakterien unterstützen die Verdauung, fördern den Stoffwechsel, hemmen das Wachstum von Krankheitserregern und stärken das Immunsystem.

REACH

Die europäische Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) steht für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von chemischen Stoffen.

Responsible Care®

Responsible Care® heißt die weltweite Initiative, mit der die chemische Industrie ihre Leistungen für Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit kontinuierlich verbessert. Dazu hält sie nicht nur gesetzliche und weitere Vorschriften ein, sondern kooperiert darüber hinaus in vielfältigen freiwilligen Initiativen mit staatlichen Stellen und verschiedenen Interessengruppen.

Silane

Die Bezeichnung Silane steht für eine Stoffgruppe chemischer Verbindungen, die aus einem Siliziumgrundgerüst und bis zu vier funktionellen Gruppen bestehen. Evonik stellt drei Gruppen von Silanen her.

  • Organofunktionelle Silane haben mindestens eine funktionelle Kohlenwasserstoffgruppe und ggf. eine weitere funktionelle Gruppe. Dadurch entstehen Hochleistungsadditive, die die Eigenschaften von anorganischen Partikeln, Harzen und Polymeren verbessern. Sie können beispielsweise die Haftkraft von Klebstoffen verbessern, Kunststoffe hitzebeständig machen oder Flammschutzmittel in Kabel einbringen.
  • Schwefelfunktionelle Silane haben die Reifenherstellung revolutioniert, wo sie zusammen mit Silica entscheidende Eigenschaften wie Rollwiderstand und Nasshaftung verbessern.
  • Chlorsilane bilden die Schlüsselrohstoffe für die Halbleiterund Lichtwellenleiterindustrie.

Silica/Silan System

Kieselsäuren oder Silica dienen in Kombination mit Silanen als Verstärkerfüllstoff in der Lauffläche moderner Leichtlaufreifen. Das Silica/Silan System sorgt für einen deutlich verringerten Rollwiderstand und erlaubt so bis zu 8 Prozent Kraftstoffeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Pkw- Reifen. Zugleich gewährleistet es eine verbesserte Haftung auch auf nassen und winterlichen Straßen.

Strukturschäume

Strukturschäume sind ein beliebtes, weil leichtes und stabiles Material für Leichtbaukonstruktionen. Der Name ROHACELL® steht für Strukturschäume aus Polymethacrylimid (PMI) von Evonik. Sie finden bereits seit Langem Einsatz etwa im Flugzeug- und Helikopterbau. Verstärkt werden sie auch in sogenannten Sandwichbauteilen für die Automobilindustrie eingesetzt.

Superabsorber

Wasserunlösliche, vernetzte Polymere, die unter Quellung und Ausbildung von Hydrogelen große Mengen wässriger Flüssigkeiten aufnehmen und speichern können. Selbst unter Druck geben sie die aufgenommene Flüssigkeit nicht wieder ab und werden deshalb vor allem in Windeln eingearbeitet. Spezialformen von Superabsorbern werden in der Landwirtschaft zur Regulierung der Bodenfeuchtigkeit eingesetzt. Diese spezielle Form nimmt nicht nur große Mengen Wasser auf, sondern kann es bei einsetzender Bodentrockenheit auch wieder an die Pflanzen abgeben.

UN Global Compact

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist eine strategische Initiative für Unternehmen, die sich verpflichten, ihre Geschäftstätigkeiten und -strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten. Unternehmen, die dem Global Compact beitreten, verpflichten sich, jährlich über ihren Fortschritt bei der Umsetzung zu berichten.

Unfallhäufigkeit in der Arbeitssicherheit

Anzahl der Arbeitsunfälle eigener Mitarbeiter und von Fremdfirmenmitarbeitern, wenn sie unter direkter Weisung von Evonik stehen, pro 1 Million Arbeitsstunden.

Vision 2050

Die „Vision 2050“ des World Business Council for Sustainable Development beschreibt den Weg in eine nachhaltige Welt, in der im Jahr 2050 rund neun Milliarden Menschen gut und im Einklang mit den begrenzten Ressourcen der Erde leben. Unternehmen leisten dazu einen entscheidenden Beitrag.

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist eine der saubersten und vielfältigsten Chemikalien überhaupt. Wegen seiner positiven Eigenschaften wird es in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten eingesetzt, vom umweltverträglichen Bleichmittel in der Zellstoff- und Textilindustrie über Ätzmittel in der Elektronikindustrie, Wirkstoff in Arzneimitteln und kosmetischen Anwendungen, Sterilisations- und Desinfektionsmittel in der Lebensmittelverarbeitung bis hin zum Oxidationsmittel bei chemischen und pharmazeutischen Synthesen. So wird es unter anderem auch in dem von Evonik und ThyssenKrupp Industrial Solutions entwickelten innovativen Hydrogen- Peroxide-to-Propylene-Oxide-Verfahren (HPPO) zur chemischen Direktsynthese von Propylenoxid, einer wichtigen Vorstufe für Polyurethane, verwendet, oder beispielsweise auch zur Herstellung von Caprolactam.

World-Scale-Anlage

Damit bezeichnet man eine große Produktionsanlage, mit der Produkte im Weltmaßstab hergestellt werden können. World-Scale-Anlagen sind oft wirtschaftlicher, weil die Fixkosten mit jeder zusätzlich produzierten Tonne sinken.

 

 

Finanz- und Wirtschaftsbegriffe


 

Bereinigtes EBIT

Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und nach Bereinigungen. Ergebniskennzahl, die die operative Ertragskraft von Evonik unabhängig von der Kapitalstruktur darstellt.

Bereinigtes EBITDA

Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern, Abschreibungen und nach Bereinigungen. Ergebniskennzahl, die die operative Ertragskraft von Evonik unabhängig von der Kapitalstruktur und Investitionsneigung zeigt. Cashflow-nahe Größe, die insbesondere auch im Verhältnis zum Umsatz als bereinigte EBITDA-Marge im Wettbewerbsvergleich eingesetzt wird.

Bereinigungen

Evonik bezeichnet die Sondereinflüsse, die bei der Ermittlung der operativen Steuerungsgrößen bereinigtes EBITDA und bereinigtes EBIT herausgerechnet werden, als Bereinigungen. Hierzu gehören Restrukturierungen, Wertaufholungen/ Wertminderungen, Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kauf/Verkauf von Unternehmensbeteiligungen sowie weitere Erträge und Aufwendungen, die aufgrund ihrer Art oder Höhe nicht dem typischen laufenden operativen Geschäft zuzurechnen sind.

Compliance

Unter dem Begriff Compliance versteht Evonik das regelkonforme Verhalten eines Unternehmens, seiner Organe und seiner Mitarbeiter im Hinblick auf alle anwendbaren verbindlichen Standards wie rechtliche Bestimmungen, gesetzliche Ge- und Verbote, unternehmensinterne Richtlinien und eingegangene Selbstverpflichtungen. Die Grundlage für dieses Verständnis und die Befolgung dieser verbindlichen Standards ist im Verhaltenskodex von Evonik niedergelegt.

Corporate Governance

Corporate Governance umfasst alle Grundsätze für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens. In diesem Sinne ist Corporate Governance als Ausdruck von guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung ein wesentlicher Bestandteil der Führungsphilosophie von Evonik. Die Grundsätze von Corporate Governance betreffen vor allem die Zusammenarbeit im Vorstand, im Aufsichtsrat und zwischen beiden Gremien sowie zwischen den Organen und den Aktionären, insbesondere in der Hauptversammlung. Sie betreffen auch das Verhältnis unserer Gesellschaft zu anderen Personen und Einrichtungen, die in einer wirtschaftlichen Beziehung zu uns stehen.

CTA

Abkürzung für Contractual Trust Arrangement. Steht für ein Treuhandmodell, mit dem Evonik einen Teil seiner Pensionsverpflichtungen ausfinanziert hat. Dazu wurde der Evonik Pensionstreuhand e. V. mit Sitz in Essen gegründet. Mit dem Vermögen des Treuhandvereins werden Pensionsansprüche der Mitarbeiter abgesichert.

EVA®

Abkürzung für Economic Value Added (Wertbeitrag). Kennzahl von Evonik innerhalb der wertorientierten Unternehmenssteuerung. Der EVA® errechnet sich aus der Differenz zwischen bereinigtem EBIT und den Kosten des eingesetzten Kapitals. Ist der EVA® positiv, wird Wert geschaffen.

Free Cashflow

Der Free Cashflow zeigt die Fähigkeit des Unternehmens zur Innenfinanzierung. Er gibt an, welcher Betrag für Dividenden, Akquisitionen oder zur Rückzahlung von Fremdkapital verwendet werden kann. Der Free Cashflow errechnet sich aus dem Cashflow der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der fortgeführten Aktivitäten abzüglich der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Hedge Accounting

Hierunter versteht man die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften und ihren zugehörigen Grundgeschäften in einer Bewertungseinheit. Zielsetzung des Hedge Accounting ist es, die ansonsten zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallenden Ergebniswirkungen von Grund- und Sicherungsgeschäft zu synchronisieren.

Hedging

Ein Hedge-Geschäft (kurz: Hedging, von englisch: to hedge, absichern gegen Risiken) dient zur Absicherung eines Grundgeschäfts gegen Risiken wie beispielsweise Schwankungen von Devisenkursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen. Das Unternehmen, das ein Grundgeschäft hedgen möchte, geht zu diesem Zweck eine weitere Transaktion ein, die ein dem Grundgeschäft gegenläufiges Risikoprofil aufweist. Als Hedge-Geschäfte werden sogenannte derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Termingeschäfte, Swaps oder Optionen eingesetzt.

IFRS

Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Seit 2005 besteht für börsennotierte Unternehmen der Europäischen Union die Verpflichtung, die konsolidierten Abschlüsse nach den IFRS aufzustellen.

Rating

Rating bezeichnet im Finanzwesen eine Einschätzung der Bonität eines Schuldners. Meist werden Ratings durch eigens darauf spezialisierte Ratingagenturen vorgenommen. Ausfallwahrscheinlichkeiten werden anhand von Ausfallmerkmalen errechnet und in Ratingklassen eingeteilt, die mit Ratingcodes abgekürzt werden. Ratings gibt es sowohl für Anleihen von Unternehmen als auch für Staaten. Die Einstufung hat mittelbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Schuldners. In der Regel gilt, dass Schuldner mit besserem Rating günstigere Konditionen bei der Kreditbeschaffung erhalten.

ROCE

Kennzahl, die die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed) misst. Sie errechnet sich aus dem bereinigten EBIT, dividiert durch das im Berichtszeitraum durchschnittlich eingesetzte Kapital.

Stakeholder

Der aus dem Englischen stammende Begriff Stakeholder bezeichnet in Bezug auf ein Unternehmen natürliche oder juristische Personen, die ein Interesse an dessen Entwicklung haben – von den Eigentümern und den Mitarbeitern über Kunden und Lieferanten bis hin zum Staat, Kreditgebern und zur allgemeinen Öffentlichkeit.

Swap (Währungsswap, Zinsswap)

Swap, englisch für Tausch. Derivatives Finanzinstrument zur Absicherung von Währungs- bzw. Zinsrisiken, bei dem Zahlungsströme gegeneinander getauscht werden. Bei einem Währungsswap werden Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen getauscht. Bei einem Zinsswap werden feste gegen variable Zinszahlungen getauscht.

Venturing/Venture Capital

Venture Capital bezeichnet Risikokapital, das für die Realisierung innovativer Konzepte und Ideen für wachstumsträchtige, eher kleine und mittelständische Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Im Rahmen seiner Venture- Capital-Aktivitäten möchte Evonik in vielversprechende Start-ups mit innovativen Technologien und in führende spezialisierte Venture-Capital-Fonds mittelfristig ein Gesamtvolumen von bis zu 100 Millionen € investieren. Die regionalen Schwerpunkte liegen in Europa, den USA und Asien.

Volatilität

Mit Volatilität bezeichnet man das Maß für die Preisschwankungen von gehandelten Gütern, zum Beispiel Aktien, Devisen und Zinsen, innerhalb einer bestimmten Periode. Die Volatilität weist die auf die jeweilige Periode (zum Beispiel ein Jahr) bezogene Standardabweichung von relativen Kursdifferenzen aus. Vielfach bezeichnet man mit dem Begriff Volatilität auch die Kursschwankungen ganzer Märkte.